Sie sind hier: Schulprofil Schulprogramm Inhalte  
 SCHULPROGRAMM
Inhalte
 SCHULPROFIL
Schulprogramm
Konzept

INHALTE

I. Schulprofil

I.1. Schuldaten
Zu Beginn des Schuljahres besuchten 478 Schüler die Altenauschule. Das bedeutet eine Steigerung der Schülerzahlen von 16 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

Die Übergangsquoten zum Schuljahr 2007/ 2008:

Alfen: 50 %

Dörenhagen: 25 %

Etteln: 30 %

Kirchborchen: 53 %

Nordborchen: 43 %

zeigen, dass die Erwartungen des Schulentwicklungsplans deutlich übertroffen wurden

I.2.
Leitmotive und Motto unserer Schule
Die Würde aller am Schulleben Beteiligten impliziert eine Orientierung am humanistischen Leitbild, das in seiner optimalen Ausprägung ein Ideal für uns darstellt. Übersetzt heißt das: Wir wollen uns und andere gegenseitig annehmen und wo es nötig ist, gewissenhaft Veränderungen vornehmen.
Wir verstehen den Erziehungsauftrag unsere Schule als Erziehung zu Aufrichtigkeit, Selbstkritik, persönlichem Engagement, Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein, damit es dem Einzelnen möglich ist in geschützter Atmosphäre leistungsbewusst zu arbeiten.
Unser Unterricht soll den ganzen Menschen erfassen und auf das Leben vorbereiten. Es soll das Wissen im Vordergrund stehen, das zu Erfahrung und Reichtum an Sensibilität führt.

Wir sehen unsere Schule als lebendige Schule, die mehr ist als Unterricht nach Plan, indem wir Freiräume zur Entfaltung der Persönlichkeit bieten und Gemeinschaft fördern.

Vor diesem Hintergrund ist das Motto unserer Schule zu verstehen: „Ich will, also kann ich“ oder um es mit Schiller zu sagen: Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit. Nur unsere eigene Entscheidung, unser Wille kann uns dahin bringen, wohin wir wollen.

I.3. Der FOS-Zweig
Seit dem Schuljahr 2000/ 2001 wurde die Altenauschule um den FOS-Zweig erweitert. Das Konzept greift an entscheidender Stelle, nach Abschluss der Orientierungsstufe. Ab Klasse 7 können leistungsstarke Schüler den FOS-Zweig besuchen und werden dort nach den Richtlinien und Stundenplänen der Realschule unterrichtet. Für die Lerngruppenbildung ist der individuelle Lern- und Leistungsstand der Schüler ausschlaggebend. Die Leistungsdifferenzierung in Englisch und Mathematik wird im Hauptschulbildungsgang weitergeführt, sodass eine Durchlässigkeit bis nach der 8. Jahrgangsstufe gewährleistet ist.








 

Grafische Übersicht

II. Bisherige Entwicklungsarbeit

II.1. Unterrichtsplanung
Um die Unterrichtsvorhaben für die Schüler transparent zu machen und Anreize zum selbstständigen Arbeiten zu geben, werden zu Beginn jedes Schulhalbjahres für jede Klasse Unterrichtspläne erstellt, die Angaben enthalten über Inhalt/ Thema der Unterrichtsreihe, Methodenschwerpunkt (s. 1.5.), Klassenarbeiten, Tests, Projekte, Exkursionen. Ein Schwerpunkt über das Arbeits- und Sozialverhalten wurde zuvor von den Lehrern einer Jahrgangsstufe vereinbart und findet im Unterrichtsplan seinen Platz, ebenso werden Angaben über die Zusammensetzung der Zeugnisnote gemacht.


II.2. Unterrichtsmethoden/ Methodenkompetenz
Unser Konzept zum Thema Methodenkompetenz entstand aus dem Bedürfnis und dem Wissen, dass einheitliche Methoden eine Basis für besseres Lernen schaffen. Drei schulinterne Fortbildungen zum Thema „Lernen lernen“ und „Evaluation – Qualitätssicherung in der Schule“ verschafften die nötigen Grundlagen einen Plan für die zu erwerbenden Kompetenzen zu erstellen. Für jede Klasse ist pro Schulhalbjahr ein methodischer Schwerpunkt für möglichst alle Fächer zu erarbeiten, sodass eine Kontinuität entsteht und verlässlich darauf zurückgegriffen werden kann. Eine zusätzliche Schwerpunktwoche in der dritten Woche eines jeden Schulhalbjahrs soll die Arbeit vertiefen. Für die Anwendung besteht z. T. jedoch noch Bedarf für eine praktische Fortbildung, um die zu vermittelnden Methoden mit Inhalt zu füllen (s. III.4. Fortbildungsplanung).


II.3. Fördermaßnahmen
II.3.1. Förderempfehlungen

Um das Klassenziel zu erreichen „sollten Schüler regelmäßig Rückmeldungen über ihren Kompetenzzuwachs erhalten.“ (MfSJK des Landes NRW in: Schwächen abbauen – Stärken fördern, Nr. 9040). Umso wichtiger sind sie, wenn die Erreichung einer nicht ausreichenden Note gefährdet ist. Deshalb erhalten Schüler und Eltern in Form von schriftlichen Empfehlungen Anleitung über geeignete Maßnahmen zur Förderung:am Elternsprechtag vor dem ersten Halbjahreszeugnis, wenn eine nicht ausreichende Leistung versetzungswirksam istmit dem Halbjahreszeugnis zur Rettung des Versetzungszeugnissesmit den „Blauen Briefen“ (zum zweiten Elternsprechtag)mit dem Versetzungszeugnis bei Nichtversetzung mit Chance auf eine Nachprüfung.

II.3.2. Fördermaßnahmen in der Erprobungsstufe: Fördergruppe Hausaufgaben
Klasse 6
Die regelmäßige Arbeit an Hausaufgaben fördert den Lernprozess in der Schule. Doch immer häufiger sind die Leistungen und somit auch die Versetzung durch fehlende Hausaufgaben und die mangelnde Nach- bzw. Vorbereitung des Unterrichts gefährdet.

Aus diesem Grunde gibt es eine zusätzliche Hausaufgabenbetreuung für ca.17 Schüler/innen der 6. Klasse in enger Zusammenarbeit mit den Eltern. An 4 Tagen kommen die Jungen und Mädchen in der 7. Unterrichtsstunde zusammen. Dann werden die Eintragungen in die Hausaufgabenhefte kontrolliert und ergänzt, die Hausaufgaben durchgesprochen und wenn nötig und soweit wie möglich bei den Hausaufgaben geholfen.

Bei fehlenden Hausaufgaben oder Schulmaterialien werden die Eltern sofort telefonisch benachrichtigt, regelmäßig bestätigen sie durch Unterschrift im Hausaufgabenheft ihre Rückmeldung.
Es hat sich gezeigt, dass durch diese Arbeit die vergessenen Hausaufgaben wesentlich zurückgegangen sind und auch die Leistungen im Unterricht so verbessert werden konnten, dass eine Versetzung möglich war.



II.4. Verkehrs- und Mobilitätserziehung
Eine aktualisierte Materialienmappe der Polizei zur Verkehrserziehung mit Themenvorschlägen und Stundenentwürfen für alle Jahrgänge der Sekundarstufe I liefert eine sinnvolle Möglichkeit, Verkehrserziehung für alle aktiv zu gestalten. Ein Stoffverteilungsplan wird ab Januar 2005 die Eignung für die Klassenstufen festlegen. Ein Einsatz besonders in Vertretungsstunden ist geplant. Eine Übersichtstabelle am Anfang der Mappe gibt Auskunft über schon bearbeitete Themen.



II.5. Neue Medien
II.5.1. Computer
Die Altenauschule verfügt über zwei Computerräume mit jeweils 14 Schülerarbeitsplätzen, zwei Lehrerechnern und vier Computer in der Mediothek, drei Laserdrucker und einen Scanner.
MS Office XP, Mindmanager Smart, Internet, Elly, Euklid Dynageo, Lernwerkstatt für Mathematik und Deutsch sowie ein Schreibtrainer sind als Software verfügbar. Die Medienfachschaft hat einen Minimalplan für die Arbeit am Computer erstellt und aktualisiert ihn entsprechend dem Lernstand der Schüler. Derzeit erstreckt sich die informationstechnische Grundbildung für die Jahrgangsstufen 5/6 auf Netz basiertes Arbeiten und Erstellen und Gestalten von Texten, für die Jahrgangsstufen 7/8 auf das Arbeiten mit dem Internet in Verbindung mit der Anwendung von WORD und EXCEL und für die Jahrgänge 9/10 auf Vertiefung und gezielte Internetrecherche mit Suchmaschinen und Erfassen des Aufbaus des Internets.

Alle Schüler der Jahrgangsstufe 5/6 arbeiten und lernen pro Schuljahr sechs Wochen á sieben Stunden am Computer. In diesen Wochen werden sie von zwei Lehrkräften unterrichtet (Fachlehrer und Computerfachmann). So wird gewährleistet, dass sowohl Schüler als auch Lehrer an konkreten Lerngegenständen Kompetenz im Umgang mit dem Computer erwerben. Weiteres dazu im „Minimalkonsens im Umgang mit neuen Medien“. Ein umfangreiches Fortbildungsangebot des E-Teams gewährleistet, dass die Fachlehrer den wachsenden Ansprüchen und Möglichkeiten gerecht werden können.


II.6. Beratungsaufgaben
II.6.1. Einzelfallberatung
Die Beratungsarbeit an dieser Schule nimmt immer mehr Raum ein, deckt aber längst nicht den steigenden Bedarf. Drei für diese Arbeit zusätzlich fortgebildete Lehrer/innen sind als Beratungslehrer tätig. Ihre Aufgaben umfassen hauptsächlich die konkrete Arbeit mit den Schüler/innen bei Problemen in der Schule, bei Lern- oder Konzentrationsschwierigkeiten, im Umgang mit Mitschüler/innen oder Lehrer/innen, bei den Lernprozess beeinflussende Problemen im Elternhaus, etc.
Dazu gehört die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe, dem Jugendamt usw.) und auch die Mitarbeit in entsprechenden Arbeitskreisen.


II.6.2. Prävention und Intervention
II.6.2.1. Gewalt
II.6.2.1.1. Streitschlichtung
Viele Praxismodelle schulischer Gewaltprävention basieren auf den theoretischen Ansätzen der Mediation oder der Peer Education. Die Mediation bedient sich dabei der Unterstützung unparteiischer Dritter in Konfliktfällen. Ein Mediator oder eine Mediatorin vermittelt zwischen den Streitparteien. Zielsetzung ist die Vermittlung in Konflikten durch eine gemeinsame Übereinkunft, ohne Gewinner und Verlierer. Dies findet in vielfältigen Formen wie z. B. in der Supervision oder im Schiedsverfahren seine Anwendung. In die Schule hat der Ansatz Anfang der 1980er Jahre als Streit-Schlichter-Programm Eingang gefunden. Grundlage ist die Eigenverantwortung der Schüler/innen, in Streitfällen selbstständig Lösungen zu erarbeiten. Die Lehrenden haben dabei lediglich unterstützende Funktion. Neben der eigentlichen Konfliktlösung ist die Verbesserung des Schulklimas von Bedeutung. Dadurch ergeben sich Berührungspunkte mit dem Social-Skills-Konzept, also der Vermittlung und Förderung sozialer Kompetenzen. Die erzieherische Funktion der Schule im Kontext der Förderung von Verantwortung, Mitverantwortung und Toleranz wird damit explizit betont.

Die praktische Umsetzung des Streit-Schlichter-Programms in der Altenauschule erfolgt einerseits durch die Schulung der Schlichter und andrerseits durch deren konkrete Vermittlung in Konfliktfällen. Hinzu kommt die Beteiligung der erfahrenen Streitschlichter an der Ausbildung ihrer Nachfolger. In der Ausbildung werden wichtige soziale Kompetenzen, kommunikative Fähigkeiten und Elemente der Teamarbeit vermittelt. Die Streitparteien profitieren nicht nur von einer friedlichen Konfliktlösung, sondern erarbeiten einen Zuwachs an sozialem Lernen (Zuhören, Perspektivenwechsel etc.) durch den Vermittlungsprozess.

II.6.2.1.2. Busbegleitung
Rücksichtslosigkeit, Zerstörung und verschiedene Formen von Gewalt sind heute leider Alltag in unseren Schulbussen. Die Schulbusfahrer sind mit der Situation in ihren Fahrzeugen häufig überfordert. Als Konsequenz für Maßnahmen zur Prävention und Intervention ergibt sich in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit eines umfassenden vernetzten Konzepts.

Aus diesem Grund hat sich die Altenauschule im Schuljahr 2002/03 der Initiative „up to you“ des Landes NRW und der Verkehrsbetriebe angeschlossen. In Zusammenarbeit mit der BVO und der örtlichen Polizei werden im zweiten Halbjahr eines Schuljahres Fahrzeugbegleiter an der Schule ausgebildet. Die Ausbildung wird für Schüler und Schülerinnen des 9. Jahrgangs angeboten, die mit dem Übergang in den 10. Jahrgang ihre Aufgabe übernehmen. Im Laufe des vergangenen Schuljahrs hat sich auch die Rudolf-Steiner-Schule in Schloss Hamborn diesem Konzept angeschlossen; die Busbegleiter der Altenauschule sind damit auch für Schüler/innen dieser Schule zuständig.

Grundlage der Ausbildung sind verschiedene theoretische und praktische Übungen, die zunächst ein Problembewusstsein für Fehlverhalten in Schulbussen erzeugen sollen. Im weiteren Verlauf erfahren und üben die angehenden Fahrzeugbegleiter angemessene Handlungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Problem- und Gefahrensituationen. Sie sollen ihre Mitfahrer/innen zu Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht anhalten und achten dabei auf Beschädigungen, Gefährdungen, Behinderungen und Belästigungen. In der Praxis soll dadurch den vielfältigen Problemen im Haltestellenbereich und während der Fahrt begegnet werden. Die Fahrzeugbegleiter weisen auf Gefahren und Fehlverhalten hin, vermitteln bei Streitigkeiten und melden grobe oder wiederholte Verstöße dem Busfahrer und der Schulleitung.

II.6.2.2. Sucht
II.6.2.2.1. „Be smart, don’t start“/ „Check it“
Im Rahmen der Suchtprävention sollen zwei Projekte genannt werden.
Die Schüler/innen der 5. Klassen nehmen an „Be smart – Don’t start“ teil, einem zum wiederholten Mal in Deutschland durchgeführten Wettbewerb zum Nichtrauchen.
Das Hauptziel von „Be smart – Don’t start“ ist die Verzögerung bzw. Verhinderung des Einstiegs in das Rauchen.
Frühzeitig, möglichst vor dem Kontakt mit Zigaretten, sollen die Schüler/innen für die Gefahren des Rauchens sensibilisiert werden und sich als Gruppe stark machen gegenüber dieser Droge. Dies geschieht durch die gemeinsame Teilnahme an diesem Wettbewerb, im wöchentlichen Klassengespräch über das Rauchen, sowie zusätzliche Aktionen (Gestaltung Plakate, Rollenspiele, etc).

Die Schüler/innen einer 8. Klasse beteiligen sich am Projekt „Check it“. Dieses erfolgt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, so zum Beispiel Suchtkrankenhilfe im Caritas- Verband, Lobby, Westfälisches Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, Kreispolizei Paderborn – Kommissariat Vorbeugung.
Mit Hilfe der Mitarbeiter/innen dieser Einrichtungen werden Vorkenntnisse und Erfahrungshorizonte der Schüler/innen aufgegriffen, eigenes Verhalten im Umgang mit Suchtmitteln reflektiert, sowie Erscheinungsformen, Gefahren und Hilfsmöglichkeiten im Umgang mit Drogen konkret vorgestellt. Dabei richtet sich das Augenmerk verstärkt auf die Problematik legaler Drogen unter Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten (Alcopops).
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Abschreckung, sondern die Wissensvermittlung und besonders die Stärkung der persönlichen Kompetenzen im Kontakt mit Suchtmitteln sowie der Abbau von Hemmschwellen gegenüber Institutionen, die im Bedarfsfall Hilfen anbieten.


II.6.2.3. Gesundheit
II.6.3.3.1. AIDS-Prävention
Zur Zeit leben in Deutschland nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts 45 000 Menschen mit der HIV-Infektion; davon sterben jährlich etwa 700. Im selben Zeitraum infizieren sich 2 000 Menschen neu mit dem Virus.
In der Altenauschule werden daher präventive Maßnahmen als Teil einer umfassenden Sexualerziehung als eine wichtige Aufgabe angesehen. Angebote zur Aufklärung im Zusammenhang mit AIDS und Geschlechtskrankheiten finden jeweils im 9. Jahrgang, getrennt für Jungen und Mädchen, statt. Wir haben folgende Zielsetzung:Kenntnisse über das HI-Virus und die Übertragungswege vermittelnWissen über Geschlechtskrankheiten und deren Übertragungswege vermittelnKrankheitsbilder und –verläufe erklärenInformationen über Schutzmöglichkeiten erhaltenAuseinandersetzung mit Risikosituationen: diese erkennen und vermeidenNotwendigkeit und Gebrauch von Präservativen verdeutlichenWichtig ist der Schule hier die Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe in Paderborn.


II.6.2.3.1. Der Schul-Sanitätsdienst
Jedes Jahr werden an der Altenauschule im Rahmen eines Wahlpflichtfaches Schüler/innen in Erster Hilfe praxisnah ausgebildet. Dabei arbeiten wir zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz in Paderborn und der Feuerwehr Borchen.
Diese Schüler/innen sichern anschließend in den Pausen, bei Sport- und anderen Schulveranstaltungen sowie Ausflügen eine qualifizierte und schnelle Erstversorgung verletzter oder erkrankter Schüler/innen. Durch rechtzeitige Erste Hilfe werden die Unfallfolgen wesentlich gemildert.

Außerdem führen einige dieser Schüler/innen in Schnupperstunden jüngere Schüler/innen an die Grundlagen der Ersten Hilfe heran.

Zudem hilft der Schulsanitätsdienst bei der Wartung und Ergänzung des Sanitätsmaterials.
Die engagierte Mitarbeit im Schulsanitätsdienst wird durch entsprechende Bemerkungen auf dem Zeugnis und eine zusätzliche Bescheinigung zum Schulende hin dokumentiert.

Durch den Schulsanitätsdienst lernen die Schüler/innen pflichtbewusstes soziales Handeln im Team und entwickeln mehr Verantwortung für Mitschüler/innen.
Soziale Verhaltensweisen werden erlernt, eingeübt und auch vorgelebt.


II.6.2.3.3. OPUS – Offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit
OPUS ist ein Verbund von Schulen, die sich unter dem Leitmotiv der Gesundheitsförderung in der Schule in ein Netzwerk eingebracht haben.

Die OPUS-Schulen haben sich zum Ziel gesetzt eine Schule zu schaffen, in der sich alle (Schüler und Lehrer) wohl fühlen könneneine Schule zu schaffen, die nicht krank macht, sondern Gesundheit erhälteine Schule zu schaffen, die die Gesundheitserziehung als Schwerpunkt sieht.
Das Konzept umfasst Gesundheitsförderung im physischen, psychischen und sozialen Bereich und unterstützt gesundheitsfördernde Aktivitäten. Für das Schuljahr 2004/2005 stehen unserer Schule € 1.000,-- an Projektmitteln von OPUS zur Verfügung.

Für das Schuljahr 2005/ 2006 ist an unserer Schule die Verlegung des jetzigen Schüleraufenthaltsraumes aus dem Keller, bzw. die Umgestaltung eines Schüleraufenthaltsraumes unter gesundheitsfördernden Aspekten, z. B. bei der Materialauswahl der Raumtextilien, der Wand- und Bodengestaltung, geplant. Die Maßnahme hat das Ziel, die Schaffung und Gestaltung eines Schüleraufenthaltraumes in weitest gehender Eigeninitiative der Schüler und Lehrer, um eine sozialpädagogische Verbindung mit dem Raum und der Ausstattung zu ermöglichen. Wir erhoffen uns dadurch eine hohe Identifikation aller Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern) mit dem Ergebnis ihrer Initiative. Zudem werden dabei die Fächer Technik, Kunst, Textilgestaltung, Deutsch eingebunden.







III. Planung der Schulentwicklung

III.1. Entwicklungsziele
Die Verwirklichung unserer Schulentwicklungsplanung hat zwei vorrangige Ziele:
die Optimierung der Berufswahlvorbereitung und die Transparenz von Schule.
Gemäß dem Auftrag der Schule und besonders in Anbetracht der schwierigen Ausbildungs- und Arbeitsmarktlage erachten wir es als oberste Priorität, unsere Schüler in die Lage zu versetzen sich einen Platz auf dem Arbeitsmarkt zu erobern. Darauf zielen unsere Vorhaben „Schwerpunktklassen“ und das „Projekt Weidmüller“.
Eng damit verbunden ist die Bereitschaft zur Leistung. Fehlende Leistungsbereitschaft stellt häufig ein Motivationsproblem dar. Motivation muss aus der Transparenz unseres Tuns erfolgen, denn echtes Lernen findet nur dann statt, wenn es als sinnvoll und durchschaubar erlebt wird. Diesem Ziel sollen die Maßnahmen „Aufgabenstellung und Berichtigung von Klassenarbeiten“ und das geplante Schülerfeedback dienen.

III.2. Vorhaben: Schwerpunktklassen
60 bis 70 Prozent unserer Schüler erleben innerhalb von zwei Jahren zweimal eine Enttäuschung: zum einen reicht es beim Wechsel in die weiterführende Schule „nur“ für die Hauptschule, zum anderen erreichen in der Erprobungsstufe ca. zwei Drittel nicht die Qualifikation für die FOS-Klasse. Das ist entmutigend und tötet die Motivation für schulische Leistung. Eine mögliche Lösung zum Angehen gegen dieses Problem könnte sein: Nach dem sechsten Schuljahr wählen alle Schüler eine neue Klasse entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen:FOS-Klasse nach festgesetzten Aufnahmekriterien, Realschulrichtlinien und angestrebtem FOS-AbschlussAlle übrigen Schüler wählen eine Klasse mit speziellem Schwerpunkt, der ihrer Neigung entspricht. Alle Profilklassen werden nach den Richtlinien der Hauptschule geführt; auch eine Qualifikation für die Klasse 10B ist möglich. Erweiterungs- und Grundkurse der Fächer Englisch und Mathematik werden wie bisher geführt. Mögliche Schwerpunkte für Profilklassen sind:Sozialpädagogik
In diesem Zweig erfolgt im Laufe der Jahre eine Ausbildung in Erster Hilfe, Streitschlichtung, Patenschaft, Selbstbehauptung, Buslotsen. Die Berufsvorbereitung konzentriert sich auf soziale Berufsfelder.„Grüne“ Fächer
Hier liegt der Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich. Eingebunden sind das Projekt „Abenteuer Natur“ und die Bearbeitung des Schulgartens. Die Berufsvorbereitung konzentriert sich auf Handwerks- und Industrieberufe.Ernährung, Gesundheit, Sport
Schwerpunkte in dieser Klasse könnten sein: Schulgarten, Hauswirtschaft, Gesundheits- und Fitnessprogramme, Bewegungserziehung im Sport. Die Berufsvorbereitung zielt auf Gesundheits- und Ernährungsberufe.Gestaltung
Besondere Neigung zu den Fächern Kunst, Musik, Textilgestaltung und Technik können eine Grundlage für Handwerks- und gestalterische Berufe bilden.Darüber hinaus sind die Schüler anzuregen, sich in Sportgruppen, Musikvereinen, Chören, bei der Caritas, beim Roten Kreuz, bei den Pfadfindern etc. zu engagieren.

Praktische Durchführung
Maximal vier Schwerpunktklassen sind bei der aktuellen Schülerzahl möglich. Die Pflichtstunden der einzelnen Fächer sind gewährleistet. Denkbar sind zwei bis drei zusätzliche „Schwerpunktstunden“. Der Neigungsschwerpunkt soll sich hauptsächlich in den Pflichtfächern widerspiegeln; d. h.: der Unterrichtsstoff soll auf den Schwerpunkt abgestimmt sein.

Der Stundenplan sieht folgende Besonderheit vor: an einem Tag der Woche wird in allen Klassen eines Jahrgangs ein vierstündiger Block mit für den Schwerpunkt typischen Stunden gelegt. In diesem Block wird der „planmäßige“ Lehrer durch ein oder zwei weitere Lehrkräfte zur Unterstützung der Projekte eingesetzt. Diese Planung hat sich bereits im Epochenunterricht der fünften und sechsten Klassen als praktikabel und äußerst sinnvoll erwiesen.
Die Wahlpflichtfächer werden in einem zusätzlichen zweiten Block Jahrgangs übergreifend mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Auch hier werden Themen geboten, die auf die Schwerpunkte der Profilklassen abgestimmt sind. Somit können das Schulleben prägende Gruppen wie Chor und Schulmannschaften weiter geführt werden.



III.3. Planungen zur Evaluation:
III.3.1. Aufgabenstellung und Berichtigung von Klassenarbeiten
Die immer wiederkehrende Diskussion um Sinn und Unsinn vom „Sitzen Bleiben“ lieferte den Anstoß darüber nachzudenken, wie das Klassenziel für möglichst alle Schüler erreichbar sein kann und die Motivation dafür zu stärken.

Ziel: Transparenz der Aufgabenstellung bei der Klassenarbeit und bei der Berichtigung (Entwicklungsschwerpunkt der Schule: Transparenz) steigert die Schüler-leistung, fördert das Denken über den Schüsselrand hinaus und die Einstellung, dass mit einem Klassenarbeitsthema das Thema nicht vorbei ist, sondern einen Nutzen für den weiteren Unterrichtsstoff hat. Den Schülern wird klar, dass sie immer wieder eine produktive Chance auf Besserung haben!

Jeder Lehrer liefert ein Beispiel für die Aufgabenstellung einer Klassenarbeit mit der Vorgabe von Bewertungskriterien und eine damit kooperierende Berichtigungshilfe. Das Schema, als Raster dargestellt, ist den Schülern während der Unterrichtsreihe vertraut und mindert die Möglichkeit von Missverständnissen während der Klassenarbeit und bei der Berichtigung. Das Vorhaben soll an einem Beispiel erläutert werden:

Dieses Beispiel wird demnächst hier erläutert!






 

III.4. Fortbildungsplanung

Erstes Halbjahr:
Umsetzung der Kernlehrpläne
Spätestens ab dem Schuljahr 2005/ 2006 ist eine verbindliche Einführung der Kernlehrpläne in Klasse 5,7 und 9 in allen Schulen der Sekundarstufe I geplant. Im darauf folgenden Schuljahr werden sie dann auch für die Klassenstufen 6, 8 und 10 verbindlich.
Kernlehrpläne sind ein wesentliches Element für die Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit und ersetzen die Lehrpläne der Fächer Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache. Es wird seitens der Schulleitung ein schulinterner Fortbildungstag für die Umsetzung der neuen Kernlehrpläne in Output orientierte, praktische Kompetenzen vorgeschlagen. Jeder Lehrer soll in einer der drei Fachfraktionen mitarbeiten und in Gruppenarbeit für jeweils eine Klassenstufe erforderliche Kompetenzen formulieren. Am Ende des Tages existiert ein Kompetenzenplan im Raster, der für jede Klassenstufe die zu erwerbenden Kompetenzen verbindlich festlegt.

Terminplanung:
Bis zum 18.3.2005 haben sich alle Lehrer in die Kernlehrpläne eingelesen und sie mit Lehrwerken verglichen.

Ab dem 3.4.2005 bilden sich drei Kleingruppen.

Die Fachkonferenzvorsitzenden informieren sich in den Fortbildungsveranstaltungen der Bezirksregierung.

Ende Mai/ Anfang Juni: schulinterner Fortbildungstag

Zweites Halbjahr:
Eine Fortbildung zur Methodenkompetenz mit professioneller Anleitung ist wünschenswert. Wir wollen damit unsere Methodenkompetenz stärken (s. I.5.).
Eine sinnvolle Gelegenheit dazu erscheint uns die Möglichkeit, Korrespondenzschule zu werden. Ein Schnuppertag wird beantragt.



III.5. Schule und Arbeitswelt
III.5.1. Projekt Weidmüller
„Weidmüller ist der führende Hersteller von Komponenten für die elektrische Verbindungstechnik. Zum Weidmüller-Produktportfolio zählen Reihenklemmen, Steck- und Leiterplattenverbinder, geschützte Baugruppen sowie Relaiskoppler bis hin zu Stromversorgungs- und Überspannungsschutz-Modulen in allen Anschlussarten. Material zur Elektroinstallation und Betriebsmittelkennzeichnung, E/A-Basiskomponenten und Werkzeuge runden das Programm ab. Als OEM-Anbieter setzt das Unternehmen weltweit Standards in der elektrischen Anschluss- und Verbindungstechnik.“ (Information: Weidmüller GmbH)

Ziel der Weidmüller-Stiftung ist es durch die Kooperation zwischen Schule und Arbeitswelt einen stärkeren Alltags- und Praxisbezug im Unterricht herzustellen und damit eine lebensnahe Berufsorientierung zu ermöglichen. „Das Unternehmen in räumlicher Nähe zur Schule wird zum Lernort und Lerngegenstand. Der Übergang der Schüler von der Schule in die Berufswelt soll durch einen kontinuierlichen, modular aufgebauten Prozess während der gesamten Schulzeit vorbereitet werden.“ (Weidmüller-Stiftung) Eltern und außerschulische Partner sollen aktiv einbezogen werden. Einzelne aufeinander aufbauende Module sollen unabhängig vom betreuenden Lehrer durchgeführt werden können. Ein darauf abgestimmtes Instrument der Qualitätssicherung ist der Berufswahlpass.

Der Berufswahlpasses (BWP) soll in erster Linie Jugendlichen helfen, ihre beruflichen Orientierungsprozesse zu optimieren und damit zu ihrer eigenen Sache zu machen. Zugleich soll er ein Bestandteil der Schulentwicklungsarbeit sein. Schließlich soll er Unternehmen und anderen Praktikumsgebern als Anlass dienen, die Kooperation mit Schulen zu intensivieren und ihre Beiträge zur beruflichen Orientierung von Jugendlichen weiter zu entwickeln, z.B. Praktika anders zu gestalten. Für potentielle Arbeitgeber stellt der Berufswahlpass eine zusätzliche Informationsquelle über Kompetenzen und Engagement von Bewerbern dar. Er ist ein Jahrgangsübergreifendes Portfolio, das folgende Punkte mit Inhalt füllt:Informationen über das SchulprogrammAnalyse der eigenen Stärken, Interessen und ZielePlanung der Lernschritte zum ZielBewerbungDokumentation des eigenen Bildungsganges (Bescheinigungen, Zertifikate)
Den Informations- und Gedankenaustausch aller am Projekt der Berufsorientierung (BO) Beteiligten ermöglicht das Bildungsforum bid-owl, das als elektronische Plattform für alle beteiligten Partner zur Verfügung steht.
Die Beteiligung der Altenauschule an diesem Projekt ist Erfolg versprechend. Ein Lehrerteam ermittelt z. Zt., welche konkreten Anforderungen in Verbindung damit an die Schule gestellt werden, zumal für die Fortbildung der dafür benötigten Kollegen ein erheblicher Stundenaufwand, der durch Vertretungsunterricht abgedeckt werden muss, verbunden ist. Priorität hat das Ziel eine effektive Verbesserung der Berufseinstiegsmöglichkeiten für unsere Schüler zu erreichen.



III.6. Time-Out-Raum
Mit Fortgang des Unterrichts verringert sich die Möglichkeit vieler Schüler/innen, sich konzentriert und motiviert am Lerngeschehen zu beteiligen. So kommt es vermehrt zu Verhaltensauffälligkeiten und damit zu Störungen des Unterrichts.
Um Mitschüler/innen, betroffene Schüler(innen und auch die Lehrkräfte davor zu schützen, ist die Einrichtung eines Timme-Out-Raums, spätestens nach der 3. Unterrichtsstunde nutzbar, hilfreich. Hier können Schüler/innen mit deutlichen Auffälligkeiten im Lern-, Konzentrations- oder Sozialverhalten unter Anleitung einer geschulten Lehrkraft ihr Defizit reflektieren sowie positive Verhaltensweisen erarbeiten, um anschließend wieder am regulären Unterricht teilzunehmen. Eine entsprechende Dokumentation mit Rückmeldung der anderen Lehrkräfte ermöglicht eine konsequente fortlaufende Unterstützung dieser „problematischen“ Schüler/innen und deren Integration in den Unterricht.





IV. Schulleben

Die Einweihung des Schulerweiterungsbaus konnte am 15.3.2004 gefeiert werden. Am 22.7.2004 wurde Herr Rektor Vonde feierlich aus seinem Amt verabschiedet. Am 3. November 2004 wurde der neue Rektor Herr Rothmann offiziell mit einer Feier in sein neues Amt eingeführt. Die Gestaltung dieser Höhepunkte konnte nur durch die motivierte Mitwirkung der Schüler gelingen. Unter Anleitung der Lehrer bereiteten sie Kulinarisches vor, servierten Getränke, sorgten für den Auf- und Abbau von Tischen, versahen den Küchendienst, übernahmen die Dekoration, sangen im Chor und brachten Wort- und Tanzdarbietungen.

Ein bedeutsamer Höhepunkt im Jahr 2004 war der Bau des Kohlenmeilers im Schulwald „Ritterholz“. Unter enormer Kraftanstrengung aller Beteiligten gelang ein für unsere Schule und die Gemeinde Borchen einmaliges Projekt.